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"LSW" - Der Verband für alle Spielleute in Bayern


 

Stadt als „Botschafter“ klangvoll vertreten

Der Spielmanns- und Fanfarenzug „Markgräfliche Jäger“ Feuchtwangen mehr als erfolgreich.

Vor einem Jahr krönte der Feuchtwanger Spielmanns- und Fanfarenzug sein 50-jähriges Bestehen mit einer außergewöhnlichen Geburtstagsfeier. Jetzt, „im Jahr 50 plus eins“, hielten die „Markgräflichen Jäger“ bei ihrer Hauptversammlung nochmals ausführlich Rückschau auf das Ereignis. Denn dieses habe dem musikalischen Botschafter der Stadt, wie Vorsitzender Peter Stübe in seinem Resümee zusammenfasste, einen unschätzbaren Image-Gewinn gebracht.

„Die positiven Kommentare aus der Bevölkerung waren enorm“, so Stübe, der sich überzeugt zeigte, dass die „Erfolgsgeschichte Spielmannszug Feuchtwangen“ in den nächsten Jahrzehnten weitergeht. Mit großer Motivation gingen die Spielleute 2017 an ihre Aufgaben, wie es in der Versammlung hieß. Im Schnitt umfasste der Kader 45 Spielleute als konstante Besetzung. Die Zahl der Aktiven belaufe sich derzeit auf 102, davon 44 Jugendliche, so dass der Musikerstamm ein Durchschnittsalter von 25 Jahren aufweise.

Das zeige, „dass wir eine unvergleichlich gute Jugendarbeit leisten“, dankte Peter Stübe den Ausbildern und Jugendvertretern. Heiko und Melanie Stübe sowie Tamara Hirsch und Julia Seitz wurden dabei besonders gewürdigt. Heiko Stübe beweise zudem seine Fähigkeiten als Stabführer bei den Aufritten des Spielmannszugs. Diesbezüglich lobte der Vorsitzende den harmonischen Umgang miteinander. Es gebe keine Berührungsängste, man gehe aufeinander zu –und alle unterstützten sich gegenseitig. Dies sei sicherlich einer der Hauptgründe dafür, dass in den vergangenen 50 Jahren der Spielmannszug zu so einer großen Erfolgsgeschichte geworden sei.. Den „Markgräflichen Jägern“ wurde sogar die Ehre zuteil, die Bayerische Staatsregierung bei ihrer Kabinettssitzung am 16. Mai in der Bayerischen Bauakademie musikalisch zu begrüßen. Der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Minister seien begeistert gewesen. Seehofer habe dem Spielmannszug das Bayerische Staatswappen mit Signatur überreicht. Auch für diesen speziellen Auftritt dankte jetzt Bürgermeister Patrick Ruh. Die Musiker hätten ein großartiges Bild als musikalisches Aushängeschild der Stadt abgegeben. Insbesondere das Niveau habe die Gäste beeindruckt. Diese Qualität hat laut Ruh „einen Rang erreicht, wie er der größten Stadt im Landkreis gerecht wird“. Die „Markgräflichen Jäger“ und die Stadt gingen in ihrer Entwicklung vorwärts. Da sei man auf einem guten Weg, so der Bürgermeister. Die zunehmende Einwohnerzahl der Kommune „in Richtung 13000“ sei auch eine Quelle zur Nachwuchsgewinnung des Spielmannszugs. Der Verdienst für die Qualitätsentwicklung komme in dessen, wie es hieß, vornehmlich dem musikalischen Leiter, Jürgen Hofmann, zu. Der machte seinerseits den Aktiven ein großes Kompliment: Das sei eine super Truppe mit der es Spaß mache, zusammenzuarbeiten. „Ihr gebt euer Bestes“, so Jürgen Hofmann, der insbesondere die Auftritts- und Probendisziplin lobte. „Da bin ich stolz auf Euch“, dankte er den Ausbildern und Spielleuten.

Das beste Beispiel dafür überbrachte Tom Wagner, Ausbildungsleiter des LSW-Bayern. 21 Spielleute haben bei einem Lehrgang zum Musikerleistungsabzeichen in Bronze teilgenommen. Er lobte den großen Eifer und die Lernbegeisterung alle Teilnehmer. Es war für das gesamte Dozententeam ein großer Erfolg zu sehen wie sich alle Teilnehmer, auch in den praktischen Übungen im Laufe des Lehrganges gesteigert haben. Stolz nahmen alle ihre Urkunden und die Nadeln des LSW in Empfang. Er freue sich, dass im Herbst dieses Jahres mit dem Lehrgang für das silberne Abzeichen in Feuchtwangen weitergeht.

Übrigen machte Vorsitzender Peter Stübe in seinem Vortrag die engen Kontakte des Spielmannszugs zur Partnerstadt Lana deutlich. Deren Bürgerkapelle habe als Gast beim Jubiläumsfest im Gottesdienst in der Stiftskirche eine „emotionale und herzergreifende Vorstellung“ gegeben und während des Aufenthalts in Feuchtwangen viel herausragende Musik geboten. Heuer unternehme man einen Gegenbesuch vom 1. bis zum 4. November in der Südtiroler Partnergemeinde.

Ramona Gese

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