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Konzert des Auswahlorchesters aus LSW und BSV

BIB Oktober2Spielmannszug: Bum-Bum und Täteratä. Wer so denkt, kennt sich einfach nicht aus. Denn wer zum Konzert des Spielmannszugs »Grenzfähnlein« und des Auswahlorchesters aus dem LSW und der BSV gekommen war, konnte einen tollen Musikgenuss erleben.

Den Anfang des bemerkenswerten Konzerts machte der Jugendzug des »Grenzfähnleins« mit drei sehr gelungenen Stücken unter der Leitung von Carolin Rank. Es war eine Freude, wie sich die jungen Spielerinnen und Spieler mit großer Ernsthaftigkeit ihren Erfolg bei diesem Konzert erarbeitet hatten. Das anerkennende Nicken der »alten Hasen« im Publikum wie auch der musikalischen Experten der BDMV während des Vortrags war ein Zeichen, dass die Jugendarbeit auf sehr gutem Wege ist.


Gabi Schweiger betonte als Vorsitzende des LSW Bayern, dass dieses verbandsübergreifende Auswahlorchester aus dem Landesverband für Spielmannswesen in Bayern und der Bayerwald-Spielmannsvereinigung das Miteinander und nicht das Nebeneinander hervorheben solle. Unter der Leitung von Hermann Dirscherl, der auch die sechs vorgetragenen Stücke komponiert hatte, präsentierte das Orchester Höchstleistungen in allen Registern. Das Orchester setzte sich aus Spielern vom Spielmannszug Viechtach, von den Frontenhauser Marktpfeiffern und vom Spielmannszug Furth im Wald zusammen. Wechselnde Taktarten mit unterschiedlicher Rhythmik innerhalb eines Stücks, verschiedene Tempi und überraschende Dynamik mit großen Spannungsbögen sowie Soli- und Tuttipassagen erforderten große Konzentration von den Spielleuten. Es war ein akustisches Highlight. Zumal die Stücke »Take off« (kombinierter Marsch), »Fireball« (ebenfalls kombinierter Marsch), »Das Comeback« (kombiniertes Konzertstück) sowie »Partytime«, »All inclusive« und »My best cookie« (Flöten-Konzertstücke) ihre Uraufführung erlebten. Mit Freude und Stolz, konnte »Grenzfähnlein«-Vorstand Andreas Roder die Zuhörer begrüßen, unter ihnen BDMV-Vizepräsident Kay Prieß, der stellvertretende Spielleute-Bundesmusikdirektor Frank Bott, LSW-Vorsitzende Gabi Schweiger, Bürgermeister Sandro Bauer und zahlreiche Vereinsabordnungen. Mit ihrer überaus charmanten Art führte Steffi Decker, die diesjährige Ritterin des Drachenstichs, als Moderatorin durchs Programm. Nach der Pause kam der Gastgeber, das »Grenzfähnlein« Furth im Wald auf die Bühne: Vier Konzertstücke standen auf dem Programm. Mit dem Flöten-Konzertstück »Fluch der Karibik« präsentierten sich vor allem die Flöten. Ein Spezialeffekt wurde erreicht, indem das Bass-Akkordeon die tiefen Passagen gestaltete. Ein Novum war, dass sich die beiden Bass-Fanfarenspieler virtuos in einem Stück (»Inspiration 2«) präsentierten. Umrahmt bzw. begleitet wurden die beiden von allen anderen Fanfaren und vom Schlagwerk.Mit dem »Böhmischen Traum« für Spielmannszugbesetzung und dem Akkordeonbass war ein weiterer allseits bekannter Ohrwurm zu hören. Den krönenden Abschluss bildete das kombinierte Konzertstück »Kaskade«. Das »Grenzfähnlein« als amtierender Deutscher Meister in der kombinierten Klasse für Senioren und Junioren gab einen überzeugenden Einblick in die großartige musikalische Verfassung des Zuges.

Frank Bott, stellvertretender Bundesmusikdirektor, wie auch BDMV-Vizepräsident Kay Prieß erklärten, sie hätten jede Minute des Konzertes genossen und es nicht bereut, den weiten Weg von Westfalen bzw. Schleswig-Holstein nach Furth im Wald auf sich genommen zu haben. Das Sahnehäubchen setzte dem Konzert ein Gemeinschaftschor aller am Konzert beteiligten Akteure mit »Let’s fetz!« auf. Natürlich durfte zuvor das Paradestück des Further Spielmannszugs nicht fehlen – der »Grenzfähnlein-Marsch«, der unter der Stabführung von Josef Beer gespielt wurde. Mit großem Beifall wurden alle Spieler bedacht, als sie in einem langen Zug den Saal verließen. Es war eine überaus erfolgreiche und gelungene Konzertveranstaltung mit Vereinen aus den beiden Spielleute-Verbänden.

Text und Foto: Johann Dendorfer